Bei der Milchquotenbörse vom 01.November 2011 ist der Gleichgewichtspreis im Übertragungsgebiet West bei weiterhin hoher Nachfrage um 4 Cent auf 13 Cent pro kg gestiegen. Offensichtlich haben die (noch) stabilen Milchpreise und die zu erwartende nationale Überlieferung die Quotenpreise in die Höhe getrieben.
Bemerkenswert auch bei diesem Quotentermin ist die starke Verlagerung der Milchquoten weg von Bayern und Baden-Württemberg hin zu insbesondere Niedersachsen. Die größten Verluste musste wieder Bayern hinnehmen. Allein bei diesem Börsentermin hat Bayern mehr als 25 Millionen kg Milch verloren.
Diese Milchquotenbörse zeigt einmal mehr das unterschiedliche Wachstumstempo der einzelnen Milchregionen.
Seit Beginn des bundesweiten Quotenhandels hat Bayern einen Milchquotenverlust von 157 Millionen kg zu verzeichnen; Niedersachsen demgegenüber konnte etwa 200 Millionen kg Milch gewinnen.
Es scheint, dass die bayerischen Milcherzeuger durch die strukturellen Nachteile immer mehr an Wettbewerbskraft verlieren.
